31.12.17
Zazie - Tous des Anges





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8.12.17
wir sind hier zuhause. alles andere tötet uns
sehr dramatischer titel heute wieder mal. aber ich meine es so, wie ich es sage.
irgendwann im leben beginnt man, sich mit anderen zu vergleichen, ob man will oder nicht. es passiert dir einfach, und du bemerkst es zuerst auch nicht. dürfte eine unterbewusste sache sein, oder du bist das opfer einer programmierung. einer manipulierung deiner gefühle. du bemerkst, dass du untergehst in ihrer grossen, bunten prallen, lauten welt. dann wirst du eine zeitlang mithalten wollen, bemerkst, dass du das auch wieder nicht kannst, weil du doch noch dieses sonderbare individuum geblieben bist. irgendwie bist du ja doch noch da. anpassen geht also nicht - sie würden es sowieso bemerken und dich gerade mal dulden. - wenn du ganz viel glück hast und eventuell auch optisch ein bisschen hinkommst und irgendwie verwertbar bist *hechel* (oder wenn du bei deiner optik ein bisschen nachhilfst und sie quasi übers ohr haust und blendest... das soll ja ziemlich leicht sein) - ernst genommen wirst du samt und sonders eh nicht. man sollte mal überlegen, ob das dort, wo du gerade gelandet bist, nicht sowieso die grundeinstellung ist - ernst genommen wird prinzipiell keiner, aber man redet pausenlos über sich selbst, missbraucht die anderen als zuhörer und spiegel, in die man permanent reinglotzen kann - wer nimmt den anderen schon richtig wahr? seine gefühle, die feineinstellung? man sucht und findet in den anderen followers, die alles liken, was man an gedanklichen blähungen ins netz ablässt. hm. warum zum geier du dort gelandet bist -- aber ich glaube, jeder landet irgendwann mal dort -- es wird zeit, dass du deinen abgang vorbereitetst, und wenn du damit deine probleme hast, sieht man, wie weit du schon im sumpf steckst. es sei denn natürlich, du fühlst dich dort wohl und bist der meinung, dass du dich dort gefunden hast und dass nichts mehr zu erforschen ist. dass eh alles irgendwie passt. dass eh alle irgendwie ok sind. dass du vielleicht nur lauter und praller sein musst, damit du dich dann irgendwann auf die spitze dieses sonderbaren aufgeblähten konstrukts schwingen kannst wie die pervertierte virtuelle form von reinhold messner, der einen berg aus sch**** bezwingt und warum das ganze??

WEIL ER DA IST

so sagte messner mal über einen seiner 80.000er. ich habe diesen berg gesehen und er stand in meinem weg, also habe ich ihn erklommen, die sau, und jetzt ist ruhe und ich kann zufrieden weiterleben, ohne mich vor einen güterzug schmeissen zu müssen.

wir sind alle so. das dürfen wir nicht vergessen. und unser berg steht im netz. quasi.

ich weiss, dass dieser text von anfang an entgleist ist und mit der bezwingung des 80.000er seinen grässlichen höhepunkt erleben musste und es tut mir von herzen leid. eigentlich wollte ich nur sagen, dass man eventuell versuchen könnte, man selbst zu bleiben, auch wenn alles andere da draussen absolut anders ist. wenn man es nicht schafft, wird man aufgesaugt, aufgebraucht, verwertet und weggeschmissen (was dann noch übrig ist). man soll sich einfach nur bemühen, so wenig wie möglich verwertbar zu sein. heute ist ein christlicher feiertag, wieder mal keine verdammte ahnung, welcher, und ich werde einfach weiter kaffee trinken und mir überlegen, was ich im sogenannten real life heute anstellen kann. wahrscheinlich wird es in der erledigung des haushalts gipfeln. wie so oft. macht es gut da draussen, wer auch immer ihr seid.

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loveletter

eine leere southern comfort-flasche - beinahe hätte er sie weggeworfen, doch da sieht er einen zusammengerollten zettel, der in der flasche steckt, anscheinend eine botschaft oder ein brief. so wie diese botschaften, die schiffbrüchige in flaschen stecken, die sie dann in den ozean werfen, für irgendjemand, der dann kommen wird, um sie zu retten. ganz sicher wird er kommen, der retter, irgendwann. nach vielen jahren des wartens.

shine zündet sich eine myrrhezigarette an, die erste des tages - ein bisschen zu früh für myrrhe, aber ihm ist gerade extrem danach. er breitet den zettel vor sich auf dem tresen aus, streicht liebevoll darüber, um ihn zu glätten. es ist seine eigene schrift. geschrieben in einer nacht vor vielen, vielen jahren. er hatte damals mit den anderen die flasche southern comfort gekillt und später, als alle gegangen waren und er zu vorgerückter stunde in seiner nische am fenster gesessen war, beinahe wie im traum diese zeilen geschrieben, das stück papier in der flasche verborgen und die flasche zurück ins regal gestellt


sehr sehr dunkel. die tausendste zigarette des tages. drift-off. koffein genügend für eine ganze woche innerhalb einer halben stunde eingeworfen. noch immer nicht genug, noch immer schläfrig, etwas anderes muss her. ein gedanke, der lebendig ist. oder tot. was dasselbe ist. etwas wahrhaftes, etwas direkt aus der seele. der erste gedanke, der jetzt gedacht wird, wird zu einer neuen geschichte führen.

loveletter

loveletter an eine bar, die es nur im virtuellen raum gibt. geschrieben auf blassviolettem virtuellem papier, am rand verziert mit weissen feinen blüten und schneesternen. der winter kommt
und niemand wird frieren. weil alle schon erfroren sind...so scheint es. erfroren am eigenen feuer. trotzdem gibt es einen liebesbrief aus der kälte. erwacht, um der bar zu sagen, wie ich sie liebe, wie ich die cocktails liebe, die auf der theke funkeln..one to make u happy, one to make u mad...u remember?

ich wünschte mir einen klaren sonntagmorgen und etwas heiliges im wind. ich wünschte mir eine fahle wintersonne und die ersten schneeflocken in der luft. ich wünschte mir eine feder aus reinem silber und ein lauteres herz. um die worte zu finden, sie niederzuschreiben
einen songtext, ein liebeslied, sphärenmelodie
ein lied an die sterne
ein lied für eine bar
die es nur im virtuellen raum gibt

auf das niemandsland, den heiligen boden, auf die compadres und ihre geschichten, die worte, die seit jahren hier niedergeschrieben wurden
der monolog der bar darf nie unterbrochen werden
ohne unterlass
webend, bauend, zerstörend, weiterbauend
und niemals niemals wird es enden
niemals wird es enden
niemals



der erste gedanke führt zu einer neuen geschichte...


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3.12.17
archangel bar


und endlich ... ist es soweit.

die archangel bar ist wieder in betrieb, es wird schon geredet und das feeling beginnt sich wieder zu manifestieren. nach so vielen jahren geht die geschichte weiter. so wie es sein soll.

ARCHANGEL BAR



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2.12.17
die auffahrt zum highway

vielleicht war es gar nicht mehr möglich, anders zu leben. oder vielleicht fehlte auch der wille dazu, sich wieder und wieder zu verformen, bis endlich alles passte. bis man "genehm" war, dazugehören durfte. für immer glücklich mit ihnen abhängen durfte, friede, freude, eierschmarrn. lieber ein gediegener kopfschuss oder die liebevolle umarmung eines güterzugs. lieber das.
nur nicht das andere. nur das nicht.

das netz war einsam geworden. es gab nichts mehr, nur den willen, irgendetwas zu machen, was.. ja, was anders war. weg von den grellen lichtern. weg von den sammelplätzen der sogenannten zivilisation bzw. dem was davon übrig blieb.
rauf auf den alten, ururalten highway. mit blue silver unter dem hintern, der schönsten karre, die er kannte. vor diesem moment hatte er sich jahrelang gefürchtet. dass er die auffahrt zum highway nicht mehr finden konnte, oder dass er zu alt, zu müde oder sonstwie unfähig georden wäre, sich mental soweit in bewegung zu setzen, dass dieser kleine, schwerste schritt funktionierte.

blue silver wartete vor seinem haus.

im nächsten augenblick war er schon auf dem highway. es war wie immer. er hatte gedacht, dass alles anders wäre, dass dieser verlust, den er empfand, ihn weiterhin bedrücken würde. der verlust von menschen, die er vor langer zeit sehr geliebt hatte, aber er fühlte sich besser, er fühlte sich endlich befreit. er wollte um seiner selbst geliebt werden, nicht wegen der lügen, die er erzählen musste, damit sie bei ihm blieben. nicht wegen der sicke, die tag für tag aus seinem gequälten gehirn quoll wie gift. er wollte, dass man ihn akzeptierte. ganz einfach nur das. manchen leuten gelingt es einfach nicht. dann soll es auch so sein. sie sind woanders glücklicher. er war vor allem glücklicher. befreit von der müdigkeit von vielen jahren der traurigkeit.


und da war der highway. er hatte ihn jahrelang nicht mehr gesehen.
es war so, als würde er zum ersten mal den ozean sehen. berührend. gigantisch und weit. so traumhaft schön. blue silver, sagte er, bring mich heim.
und die worte, nach denen er jahrelang vergeblich gesucht hatte, kamen zurück zu ihm.
die träume folgten.


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27.11.17
busstation [0041]

etwas kratzte an der wand der staubigen busstation, in die er sich zurückgezogen hatte, als er in ruhe eine rauchen und nachdenken wollte. nichts ist besser, als auf einem verlassenen highway in einem bushäuschen zu sitzen und nachzudenken, während sich der rauch der zigarette über einem kräuselt und sich unter der decke des häuschens zu seltsamen schemen und formen zusammenballt. der highway war totenstill, als wäre dieser abschnitt gesperrt worden, aber er hatte kein schild gesehen. da war nur diese kleine busstation gewesen und irgendwie war es doch seltsam, eine busstation auf dem highway zu finden. fahren busse eigentlich auf dem highway?, dachte er und hörte gedankenverloren dem kratzen an der wand zu.

etwas möchte herein zu mir. doch er hatte niemanden gesehen. er blickte zu seinem auto hinüber. die paar meter, die er hinübergehen musste, kamen ihm plötzlich endlos vor.


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5.11.17
Peter Murphy - All Night Long






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city of devils [0040]

vielleicht war unser einziges bestreben geworden, dem schmerz auszuweichen. möglichst wenig schmerz zu absorbieren, ja, ihn ganz zu umgehen. dass da irgendwann mal etwas war wie gemeinsames erleben, lachen, reden, teilen...undenkbar. dass da mal etwas war, das nicht vorbelastet war. wir taten unser bestes, ein leben zu führen, das möglichst angenehm war. aber seit jeder von uns versuchte, so wenig schmerz wie möglich zu erleben, fügen wir den anderen um uns umso mehr schmerz zu. genau den schmerz, den wir nicht in unserem leben wollten, und noch ein bisschen mehr. dem anderen gönnt man ja doch mehr als sich selbst. oder? so kam es dann, dass es schlimmer wurde, als wir es uns jemals dachten. und ist es nicht so, das sogar der teufel selbst von uns lernt, jeden verdammten tag?
 
 
früher musste ich nur flüstern und jemand hörte mich. du lachst auf eine art, die mich schockiert. kannst du nicht mehr schreien und musst statt dessen lachen?
doch, ich kann schreien. muss ich ja. sonst hört mich niemand mehr. früher, wie gesagt..
früher war mal.
warum vergeht alles, was wichtig war und nur die scheisse bleibt?
vielleicht sind wir menschen doch ein verfluchtes volk. wir sollten alt zur welt kommen und dann immer jünger werden. am ende spielen wir nur noch. könnte man dann besser ertragen, das leben und alles, was man verliert. wenn man sich am ende nur noch für spielzeugautos und legosteinchen interessiert. aber so, wie es ist, ist es grausam.


glaubst du, dass uns irgendwer liebt?


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29.9.17
amtliche durchsage des bloginternen wetterdiensts




FUCK YEAH!!!!






es ist herbst.





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27.9.17




"There is no escape. You can’t be a vagabond and an artist and still be a solid citizen, a wholesome, upstanding man. You want to get drunk, so you have to accept the hangover. You say yes to the sunlight and your pure fantasies, so you have to say yes to the filth and the nausea. Everything is within you, gold and mud, happiness and pain, the laughter of childhood and the apprehension of death. Say yes to everything, shirk nothing, don’t try to lie to yourself."

Hermann Hesse, “Wandering”





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8.9.17
geisterstädte, alte bergbaustädte, serienkillertours und alles dazwischen
(da gerade der film disappearance läuft, gibt's original-dialoge aus dem film)

 
"billy, kennst du eine stadt namens weaver?"
"tut mir leid, mister, nie gehört."
dort heissen anscheinend alle männer billy und sehen auch genauso aus.
hey-ho, billy-o
hier ist der schlüssel zum waffenschrank
billy-o,
verwahr du ihn,
bis ich zurück bin.


die sonne geht unter. der fahrer sieht in den rückspiegel. seine augen sind voll von unterdrücktem gelächter.
"weaver? ich kenne kein weaver. aber wollen sie einen rat?
bleiben sie auf der hauptstrasse."

 
flugzeugwracks....
"das ist echt cool. du stehst mitten im leben und wumm...wirst du getoastet."
die kompassnadel rotiert wie verrückt. ist wahrscheinlich normal in dieser gegend, in der auch handies nicht mehr funktionieren. 
man sollte sich keine gedanken machen....
"sieht so aus, als hätten sie die stadt hals über kopf verlassen"
...man sollte sich keine gedanken machen und lieber die gegend geniessen.
 

"warum sollte jemand glas in die wüste legen?
ground zero. ort der 1. erfolgreichen zündung einer neutronenbombe. die ungeheure hitze hat wohl den sand in glas verwandelt"
"sind die menschen der stadt daran gestorben?"
 

im crashsite cafe in roswell soll der cafe mit bewusstseinsverändernden drogen versetzt worden sein. der kerl neben dir hat 6 finger. 
auch gut, sagst du und lachst.
du vergisst, dass du noch nichts bestellt hast.

 
das letzte, was du mitkriegst, ist dieses motel. du warst grad unterwegs zur minibar, der fernseher flackerte bläulich, ein luftzug kam von hinten.
hey-ho, billy-o,
hier ist der schlüssel zum waffenschrank
verwahr ihn gut, billy-o
 

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17.8.17
das grosse, grüne monster



endlich ist er fertig geworden! ich war ewig unkreativ und unmotiviert, aber vor ein paar tagen war es dann endlich soweit. ♡♡♡


und weil ich gerade so im kreativrausch bin, möchte ich noch schnell ein bildchen von klaudigans, meinem grossen grünen monster posten. er hat ewig gewartet, bis ich mich endlich bequemt habe, für ihn arme zu stricken und die augen zu basteln. die augen sind verschlüsse von tetrapackungen, ich glaub, entweder von soyamilch oder von H-milch. die verschlusskapseln eignen sich perfekt für die augen, vor allem wenn diese in richtung frosch- oder stielaugen gehen sollen. der rest ist filz und moosgummi. auf diesem bild hat er die arme noch nicht, fällt mir gerade auf. wenn das dunkelrote monster fertig ist - die wolle ist dieselbe wie bei klaudi, nur eben in rot, aber genauso alt und dick und urig - dann werde ich die beiden mal zusammen fotografieren, vielleicht in der natur. im herbst.♡

klaudi war ebenso wie das rote monster, das ich gerade stricke, einer von moms uralten winterpullovern, die nie irgendwem gepasst haben. hätten sie jemandem gepasst, hätten sie ihn bestimmt getötet, weil die wolle so dick und heiss ist, dass einem schon der schweiss runterrinnt, wenn man sich den pullover nur vorstellt.


nachtrag: er hat augen, die irgendwie an japanisches essen erinnern. oO

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in a happy corner


das ist irgendwie so total rustikal, oder? aber ich würd dort gern leben oder zumindest urlaub machen. es scheint in england zu sein. was ich damit nicht wirklich verbinde. für mich ist es in südfrankreich.:) trotz telefonzelle und englischer schilder. schön übrigens, wieder mal ne zelle zu sehen.:)


wenn man einen dieser modellbausätze kauft, sind die 2 hasen immer dabei. denke aber, sie haben jedes mal was anderes an. schön ist, dass man mit der zeit eine richtige hasenfamilie zusammenhat. super für verspielte menschen wir mich. nur hab ich momentan gar keinen modellbausatz - mom hat diesen hier und ich bin hasenlos.


eindeutig südfrankreich. lol. mann, seili schaut grad zu mir rüber. ich glaub, ich muss mich  zusammennehmen, sonst droht wirklich brookhaven. oben im bookstore übrigens, das sollen zeitungen sein. war schon in der vorlage nicht wirklich glaubhaft. aber nix gegen die baguettes oder breadsticks, wie in der vorlage stand. siehe foto 2, neben dem hasen in der bäckerei. 'rollen sie das stück papier zusammen und formen sie ein baguette daraus.' *schwitz*


mein modellbauprojekt :)

man kann, wenn man genau schaut, im hintergrund die elektro-installation sehen, die ich dann sicherheitshalber deaktiviert habe. sicherheit geht vor! auch wenn das herz blutet. (vor allem wenn die batterien so heiss sind, dass man sie nicht mehr halten kann). das restaurant mag ich besonders gern. ich würd da reingehen. wenn ich so winzig wäre. ich hätte mein winziges glas wein oder pastis oder absinth und irgendetwas hausmannskostmässiges und ich würde da immer auf die strasse rausglotzen und bekannten etwas zurufen und ihnen zuprosten. (klingt irgendwie, als wär ich echt unangenehm. der mensch, den ich nicht treffen möchte, wenn ich da am lokal vorbeigehe).

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